Vergleich auf einen Blick
Wenn die Wange bis zum Boden läuft und in der Tiefe bis zur Frontebene geführt wird, wirkt die Zeile seitlich geschlossener. Das ist typischerweise der Look, den Kunden als eingepackt oder wie aus einem Guss wahrnehmen.
Die sichtbare Seitenwange orientiert sich nicht nur am Korpusmaß. Entscheidend ist, wie die Küche später aussehen soll: rein technisch abgedeckt oder seitlich frontbündig, bodentief und wie eingepackt. Genau daraus ergeben sich Tiefe, Höhe und Überstand.
Beides kann richtig sein. Der Unterschied liegt nicht in der handwerklichen Ausführung, sondern im Zielbild. Links geht es nur um Abdeckung. Rechts wird bewusst eine ruhigere, hochwertigere Außenseite gestaltet.
Wenn die Wange bis zum Boden läuft und in der Tiefe bis zur Frontebene geführt wird, wirkt die Zeile seitlich geschlossener. Das ist typischerweise der Look, den Kunden als eingepackt oder wie aus einem Guss wahrnehmen.
Bei METOD ist der relevante Denkfehler oft derselbe: Der nackte Korpus wird mit dem gewünschten Außenmaß verwechselt. Wenn die sichtbare Wange seitlich mit der Front abschließen soll, muss sie bis zur Frontebene reichen.
Bei einem üblichen 600-mm-METOD Unterschrank und einer 19-mm-FRONTELIER Front ergibt das rechnerisch eine Wange von etwa 619 bis 620 mm Tiefe. Damit verschwindet der seitliche Rücksprung des Korpus optisch.
Das ist der Grund, warum ein sichtbares Seitenteil häufig nicht nur 600 mm tief ist. Es wird nicht für den Korpus geplant, sondern für das fertige Bild der Küche.
Immer dann, wenn die Sockelzone seitlich optisch verschwinden soll. Dann reicht die Korpushöhe nicht aus. Die Wange wird höher geplant und deckt den Bereich vom Boden bis zur Oberkante des Unterschranks ab.
Die Sockelhöhe ist projektabhängig. Deshalb entsteht die endgültige Wangenhöhe immer aus dem realen Aufbau vor Ort und nicht aus einem pauschalen Standardmaß.
Eine bodentiefe Wange kostet mehr Material als eine korpushohe Seitenabdeckung, erzeugt aber meist das deutlich hochwertigere Ergebnis. Genau diesen Unterschied sollte man dem Kunden nicht nur preislich, sondern auch visuell erklären.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: Wie hoch ist der Korpus? Sondern: Soll die Seitenwange nur abdecken oder die gesamte Sockelzone seitlich schließen?
Eine sichtbare Seitenwange ist kein Restteil, sondern ein bewusst gestaltetes Abschlussbauteil. Wenn die Küche seitlich wie eingepackt wirken soll, planen wir die Wange deshalb meist größer als den reinen Korpus, sowohl in der Tiefe als auch gegebenenfalls in der Höhe.
Das ist verständlich, belastbar und rechtfertigt den zusätzlichen Material- und Planungsaufwand sauber.
Nein. Wenn sie nur die Korpusseite abdecken soll, kann sie sich daran orientieren. Wenn sie frontbündig und hochwertig wirken soll, muss sie bis zur Frontebene reichen. Bei 600 mm Korpustiefe plus 19 mm Front ergibt das meist rund 619 bis 620 mm.
Für einen frontbündigen Abschluss ja, weil die Frontstärke 19 mm beträgt. Aber dieser Wert ist nur der Ausgangspunkt. Wandanschlüsse, Rücksprünge, Geräte oder besondere Designwünsche können eine abweichende Planung erfordern.
Weil sie dann zusätzlich die Sockelzone seitlich schließt. Das erzeugt den eingepackten Look. Die Höhe ergibt sich in diesem Fall aus Korpushöhe plus Sockelhöhe.
Ja. Das Thema ist optisch stark und für Endkunden ohne Visualisierung schwer greifbar. Eine verständliche LP erklärt den Mehrwert, reduziert Rückfragen und macht Zusatzteile wie Wangen, Passleisten und Sockelblenden plausibler.
Genau deshalb lohnt es sich, Sichtseiten, Sockel und Passleisten nicht als Nebensache zu behandeln. Sie entscheiden stark über die Wirkung der gesamten Küche.